Beach-Volleyball ist eine der beliebtesten Sportarten bei Olympischen Sommerspielen. Sportler*innen aus Deutschland haben in diesem Jahrtausend mehr als einen kompletten Medaillensatz gewonnen: Axel Hager und Jörg Ahmann gewannen Bronze (Sidney 2000), Jonas Reckermann und Julius Brink gewannen Gold (London 2012), Laura Ludwig und Kira Walkenhorst gewannen ebenfalls Gold (Rio de Janeiro 20216) und Clemens Wickler und Nils Ehlers gewannen Silber (Paris 2024). Die starke Nachfrage nach Beach-Volleyball überraschte die Sport-Verantwortlichen in der Hansestadt, denn es gab keine ausreichenden Trainingsmöglichkeiten und geeignete Sportstätten, um Turniere auszurichten.
Seit März 2017 gibt es Bemühungen mehr Sandsportstätten in der Hansestadt zu errichten. Mehrere Konzepte mit Standortvorschlägen wurden erarbeitet und dem Landessportamt vorgestellt. Ebenfalls im Fokus: Die ~ 3.000 m² große Sandfläche im Sierich‘schen Gehölz, südlich der Jahnkampfbahn. Die Sportstätte wurde 1999 errichtet und gehört zum Verwaltungsvermögen des Bezirksamts Hamburg-Nord. Die Anlage wird von Mitarbeiter*innen des Fachamts Sozialraummanagement (Sportreferat) betreut. Die jahrelang geduldeten baulichen Mängel wurden im Herbst 2021 durch die Dienststelle Bezirkliches Sportstättenmanagement behoben und ein zusätzliches Spielfeld errichtet. Die Finanzierung übernahmen die Bezirksversammlung Hamburg-Nord und das Landessportamt. Weiterhin ist die Ausstattung der Anlage unvollständig und die möglichst lückenlose Nutzung in den Sommermonaten nicht gewährleistet.
Im Herbst 2023 ermöglichte das Fachamts Sozialraummanagement (Sportreferat) des Bezirksamts Hamburg-Nord den temporären Umbau eines untergenutzten Sportplatzes am Südring. Auf ~3.800 m² konnten acht Beach-Volleyballfelder errichtet werden und bis Herbst 2025 genutzt werden – der Südstrand. Auch an anderen Stellen der Stadt entstanden neue Beach-Volleyballfelder, aber meist nicht in ausreichender Größe, um attraktive überregionale Turniere auszurichten. Im Frühjahr 2026 erfolgt der Umzug auf ein ~5.700 m² großen Rasensportplatz gegenüber – der neue Südstrand. Mit einem Sportrahmenvertrag über 25 Jahre hat Beach-Volleyball und andere Sandsportarten eine langfristige Perspektive zur Entwicklung.
Zumindest für die Sommermonate verfügt die Hansestadt mittlerweile über ein grundlegendes Angebot an Sandsportflächen in verschiedenen Bezirken. Für die kalten Jahreszeiten hingegen besteht weiterhin Handungsbedarf, denn jenseits des Dulsbergs gibt es keine Möglichkeit an 365 Tagen im Jahr Beach-Volleyball zu spielen und zu trainieren.
Es gibt viel zu tun …
