Sand für Alle wurde im Februar 2020 in Hamburg gegründet. Sand für Alle ist ein gemeinnütziger Sportverein und seit Oktober 2021 Mitglied des Hamburger Sportbunds. Das vordringlichste Ziel des Vereins ist war es Nutzung und Betrieb der Sandsportfläche am Linnering im Hamburger Stadtpark zu optimieren. Seit über 20 Jahren bleibt das Potential ungenutzt und behindert die sportliche Entwicklung in den umliegenden Quartieren. Die Vereinsmitglieder haben viele kreative Ideen für Verbesserungen, um mehr Personen sportliche Angebote zu machen: Für Nicht-Männer, Leute von woanders, Menschen mit Einschränkungen, Minderjährige und solche ohne viel Geld.
Sand für Alle wollte kein „normaler“ Sportverein sein – mit regelmäßigen Trainingsangeboten, Wettkämpfen und vielen Mitgliedern. Sand für Alle wollte die funktionierende Infrastruktur bereitstellen, damit „normale“ Sportvereine ein vielfältiges Angebot im Hamburger Stadtpark-Sand realisieren können. Wer möchte, darf dennoch Vereinsmitglied werden und sich für die Erreichung der Ziele einsetzen.
Da in den zurückliegenden Jahren auf der Sandsportfläche am Linnering vor allem Beach-Volleyball gespielt wurde, ist das olympische Beach-Volleyball auch bei Sand für Alle eine wichtige Sportart. Darüber hinaus sollen die Sportflächen im Stadtpark aber auch anderen Sportarten zugänglich sein: Beach-Handball, Beach-Badminton, Beach-Soccer und mehr.
Ab Oktober 2023 bastelt Sand für Alle am Südstrand, einer sehr wenig genutzten Sportstätte des Hamburger Stadtparks am Südring. Mit viel ehrenamtlicher Arbeit zu Konzeption, Planung und Koordination ist es gelungen dort im Sommer 2024 temporär sieben Beach-Volleyballfelder und ein Beach-Handballfeld zu errichten. Wegen des großen Erfolgs ermöglicht das Bezirksamt Hamburg-Nord auch die temporäre Nutzung im Sommer 2025 – trotz eines unzufriedenen Anwohners und seiner Lärmbeschwerde(n).
Zum Ende des Sommer 2025 verkündet das Bezirksamt Hamburg-Nord das Ende der temporären Nutzung am Südstrand. Gleichzeitig wird Sand für Alle angeboten seine Aktivitäten auf der bisher vom Hambrger Rugby-Verband genutzten Sportfläche fortzusetzen. Für die Nutzung des Neuen Südstrands wird ein Sportrahmenvertrag mit einer Laufzeit von 25 Jahren unterzeichnet. Sand für Alle wirbt erfolgreich Fördermittel ein, um bis Dezember 2025 die zuletzt genutzte Fläche zu räumen und die Bauarbeiten zum Neuen Südstrand zu beginnen. Die Eröffnung des Neuen Südstrand ist für April 2026 vorgesehen.
Zusätzlich zum Engagement für eine bessere Infrastruktur führt Sand für Alle internationale Jugendbegegnungen durch. Jugendliche Beach-Volleyballer*innen aus Hamburg begegnen Gleichaltrigen aus Athen (Hellas) im Mai 2021 in deren Heimat. Im Juli 2021 kamen die Sportler*innen des Partnervereins AS Peristeri Volley vom saronischen Golf an die Elbe. Wegen des großen Erfolgs werden die Jugendbegegnungen mit Unterstützung des Deutsch-Griechischen Jugendwerks und der Deutschen Sportjugend jährlich fortgesetzt.
Um den Jugendlichen und jungen Erwachsenen an global citizenship heranzuführen und auch außereuropäische Kulturen ins Blickfeld zu rücken, wird 2022 eine Partnerschaft mit der Faru Sports Foundation aus Hamburgs Partnerstadt Dar es Salaam (Tansania) begründet. In Jugendbegegnungen, Workshop-Reisen durch Ost-Afrika und weiteren Projekten entsteht eine starke Zusammenarbeit.
Darüber hinaus richtet Sand für Alle Sportveranstaltungen aus, die sonst in Hamburg fehlen würden, beispielsweise ab Juli 2021 das YOUNG BEACH international – ein internationales Beach-Volleyballturnier für Jugendliche aus Tschechien, Dänemark, Hellas und Deutschland. Die inländischen Teilnehmer*innen kamen aus Kiel, Berlin und Münster und genossen das besondere Flair des zweitägigen Turniers an der Elbe. Die Ausrichtung wurde verbunden zur Verbreitung der Botschaft „Hamburg bekennt Farbe“ – gegen gruppenbezogene Diskriminierung und für eine couragierte, demokratische Haltung in einer vielfältigen Metropole. In den Folgejahren kommen auch Sportler aus Tansania, Frankreich und Holland dazu.
Um den Jugendlichen in Hamburg-Nord attraktive Bewegungsangebote in den Schuferien zu machen, hat Sand für Alle seit Dezember 2021 Sandfeste ausgerichtet. Auf überdachten und beheizten Sand-Spielfeldern konnten Jugendliche Beach-Volleyball ausprobieren. Diese Veranstaltung wurde unterstützt durch die Deutsche Volleyball-Jugend und begeisterte die Jungen und Mädchen so sehr, dass Fortsetzungen in den nachfolgenden Sommern und Wintern durchgeführt wurden. In den Ferien 2025 hat Sand für Alle erfolgreich Beach-Volleydays durchgeführt – ganze Ferienwochen am Ball.
Nicht als Teil einer Markenstrategie, sondern aus Überzeugung setzt sich Sand für Alle für demokratische Beteiligung von jungen Menschen ein. Vereinsintern wurden die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen und werden genutzt. Vor den Wahlen zur Hamburgischen Bürgerschaft und zum Deutschen Bundestag im Frühjahr 2025 wurden Jugendwahlen durchgeführt und auf die Teilnahme bei Volksentscheiden hingewirkt.
Sand für Alle bemüht sich um Transparenz in seiner Arbeit und ist der Initiative transparente Zivilgesellschaft beigetreten und stellt der Öffentlichkeit ausführliche Informationen zu seiner Arbeit zur Verfügung.
Ein wichtiges Anliegen von Sand für Alle ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt. Egal, ob körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt: Sand für Alle hat situationsgerechte Schutzkonzepte entwickelt und prüft die Eignung aller Betreuer*innen und Anleiter*innen mit Kontakt zu Minderjährigen.
